Neckar Netze wieder mit gutem Ergebnis

NEV-Geschäftsführer Mario Dürr: Wirtschaftlicher Erfolg mit Stromnetzen als Vorbild für Gas-Engagement nach gleichem Modell
    
Esslingen, 2. Mai 2017: Die Neckar Netze mit Sitz in Esslingen will ihre Aktivitäten auf den Gasbereich ausdehnen. Rückenwind verspürt sie laut NEV-Verbandsvorsitzendem Dr. Zieger dafür von den „erneut exzellenten Ergebnissen aus unseren Stromnetzen“. Die 30 kommunalen Gesellschafter durften sich am 27. April 2017 bei der Aufsichtsratssitzung erneut über einen siebenstelligen Jahresüberschuss freuen.

Von 45 auf 50 Millionen Euro ist die Bilanzsumme der Neckar Netze GmbH & Co KG im Berichtsjahr 2016 angestiegen, erläuterte Geschäftsführer Daniel Jundt den Bürgermeistern der kommunalen Anteilseigner aus dem früheren Neckarwerke-Gebiet. Dabei hätten die Investitionen in die Verteilnetze mit rund 8,5 Millionen Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Diese werden von der EnBW-Tochter Netze BW als Pächterin betrieben und operativ „in Schuss gehalten“. Als „besonders erfreulich“ nannte Jundt den Jahresüberschuss aus 2016 von 5,6 Millionen Euro, auch wenn dieser gegenüber 2015 leicht zurückgegangen sei. Für das laufende Jahr erwarte er ein ähnliches Ergebnis.

Zufriedenheit bei den teilnehmenden Kommunen

Entsprechend zufrieden mit der Entwicklung zeigte sich beispielsweise Nordheims Bürgermeister Volker Schiek: „Unter allen in den letzten Jahren entstandenen Modellen der Rekommunalisierung von Netzen dürfte unseres zu den wirtschaftlich erfolgreichsten gehören“.
    
Einstieg ins Gasgeschäft als Ausweitung des Modells

Deshalb will NEV Geschäftsführer Mario Dürr jetzt den möglichen Einstieg ins Gasgeschäft vorantreiben, zunächst schwerpunktmäßig im Mittleren Neckarraum. Die Gesellschafter – das sind neben den 30 Kommunen auch die Netze BW sowie der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) selbst – haben dafür grundsätzlich bereits „grünes Licht“ gegeben. „Ein Selbstläufer wird das sicher nicht“, weiß er angesichts der starken Konkurrenz in der Region beim Wettbewerb um die Konzessionen. Trotzdem sei er „angesichts des charmanten Modells“ zuversichtlich. Dieses sieht für interessierte Städte und Gemeinden Anteile an der kommunalen Mehrheit von 51 % an der Neckar Netze vor. Wie im Strombereich verbleibe das operative Geschäft bei der Netze BW als Pächterin und Mitgesellschafterin. „Von deren Kompetenz sind wir auch beim Gas absolut überzeugt. Auf die wird es bei den Ausschreibungsverfahren auch entscheidend mit ankommen.“


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